Hedi Hummel und die faszinierende Welt der Wildbienen

Sachwissen rund um unsere pelzige Umweltheldin einfach erklärt

Hi, ich bin Hedi Hummel und eine Wildbiene. Als Dunkle Erdhummel erkennst du mich an meinen zwei gelben Streifen und meinem weißen Po.

Hi, ich bin Alina, Autorin, Umweltreferentin und Redakteurin. Entdecke hier alles rund um Wildbienen!

Warum summt es im Garten immer leiser?

Viele Kinder kennen Honigbienen – doch dass es in Deutschland über 600 Wildbienenarten gibt, wissen die wenigsten. Rund 40 davon gehören zu den Hummeln. Viele Wildbienenarten in Deutschland stehenjedoch auf der Roten Liste oder gelten regional bereits als gefährdet. Dabei leisten sie jeden Tag Erstaunliches: Sie bestäuben Obstbäume, Wildblumen und viele andere Pflanzen und sorgen so dafür, dass unsere Natur bunt und vielfältig bleibt.

Doch wer genau hinhört, merkt: Das fröhliche Summen in Gärten und auf Wiesen wird immer leiser. Lebensräume verschwinden, Blühpflanzen werden seltener und immer mehr Wildbienenarten sind bedroht. Dabei sind diese kleinen Bestäuber unverzichtbar – nicht nur für unsere Umwelt, sondern auch für viele Lebensmittel, die täglich auf unserem Teller landen.

Entdecke mit Hedi elf weitere Wildbienenfreunde, die Kinder häufig in der Natur finden.

Wie die Geschichte von Hedi Hummel entstand

Als Autorin liegt mir Umweltbildung besonders am Herzen. Ich wünsche mir, dass Kinder die Natur nicht nur kennenlernen, sondern eine echte Verbindung zu ihr aufbauen. Denn nur was wir kennen und lieben, möchten wir auch schützen.

Bei meinen Lesungen erlebe ich immer wieder, wie neugierig Kinder sind. Gleichzeitig begegnen mir aber auch viele Missverständnisse, wie…:

  • „Der Honig ist in der Blume.“
  • „Alle Bienen machen Honig.“
  • „Bienen stechen immer.“

Dabei steckt hinter diesen kleinen Tieren eine faszinierende Welt, die selbst die großen Leserinnen und Leser kaum kennen.

Hedi Hummel Cover

Begleite Hedi Hummel und lerne, warum bunte Gärten und Blumenwiesen Wildbienen helfen. Das Kindersachbuch zum Artenschutz. Jetzt bestellen!

Genau daraus entstand die Idee zu Hedi Hummel. Mit ihrer Geschichte möchte ich Kindern zeigen, wie spannend Wildbienen wirklich sind und warum jede einzelne Art ihren Platz in unserer Natur hat. In einer spannenden und zugleich emotionale Geschichte lernen die Kinder, was Hummeln von anderen Wildbienen unterscheidet, welchen Gefahren sie begegnen und wie schon kleine Veränderungen helfen können.

Möchtet ihr das Thema Wildbienen gemeinsam mit Kindern entdecken?

Das Bilderbuch „Hedi Hummel“ beitet einen sensiblen Einstieg in die faszinierende Welt der Wildbienen – kindgerecht erzählt und liebevoll illustriert.

Warum sind Wildbienen so wichtig?

Ob Apfel, Erdbeere, Kirsche oder Tomate – viele unserer Lieblingspflanzen gäbe es ohne Wildbienen nur noch in deutlich geringerer Zahl. Sie gehören zu den wichtigsten Bestäubern unserer heimischen Pflanzenwelt und sorgen dafür, dass Blumen, Sträucher und Bäume Samen und Früchte bilden können. Erst durch ihre Arbeit bleibt unsere Natur so bunt und vielfältig.

Anders als Honigbienen leben die meisten Wildbienen nicht in großen Völkern. Nur die Hummeln bilden einen Staat mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen. Die meisten Wildbienen sind Einzelgängerinnen und bauen ihre Nester an ganz unterschiedlichen Orten – zum Beispiel:

Poster Hedis Wildbienenfreunde

Flugzeit, Lieblingsblume und Nistort – entdecke mit Hedi elf weitere Wildbienenfreunde, die du in unserer Natur entdecken kannst. Ein Poster für dein Wildbienenprojekt in der Kita, Schule oder Bibliothek.

  • in Sand- oder Erdböden, wie die Sandbiene
  • in hohlen Pflanzenstängeln, wie Wollbiene
  • in Totholz, wie die Holzbiene
  • in Mauerritzen, wie die Mauerbiene
  • in kleinen Erdlöchern, wie die Erdhummel

Viele Wildbienen sind echte Spezialistinnen. Manche sammeln den Pollen nur von wenigen bestimmten Pflanzenarten. Verschwinden diese Pflanzen, verlieren auch die Wildbienen ihre Lebensgrundlage.

Umgekehrt sind manche Pflanzen auf ganz bestimmte Bestäuber angewiesen. Einige Blüten öffnen ihren Pollen erst durch die kräftigen Vibrationen der Hummeln – ein faszinierendes Zusammenspiel, das zeigt, wie eng Pflanzen und Wildbienen miteinander verbunden sind.

Ohne diese kleinen Bestäuber wäre unsere Welt nicht nur leiser, sondern auch deutlich weniger bunt. Viele Obst- und Gemüsesorten würden seltener werden oder gar nicht mehr wachsen. Einen Apfelsaft, einen Kirschkuchen oder einen Tomatensalat gäbe es dann vielleicht nicht mehr so selbstverständlich wie heute.

Wusstest du schon?

  • Rund 75 % aller Wildbienenarten nisten im Boden.
  • Manche Wildbienen fliegen nur wenige Wochen im Jahr.
  • Die meisten Wildbienen sind friedlich und stechen selten.
  • Ohne Wildbienen gäbe es viele Obst- und Gemüsesorten in dieser Vielfalt nicht.

Das Poster als pdf-Datei zum Runterladen

Was ist der Unterschied zwischen Nektar, Pollen und Honig?

Viele Kinder sind überzeugt, dass der Honig in der Blume wachsen würde. Dabei ist es aber etwas anders. Blumen produzieren Nektar – einen süßen Pflanzensaft. Mit ihm locken sie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten an. Während die Tiere den Nektar trinken, bleibt feiner Pollen (Blütenstaub) an ihrem Körper haften.

Fliegt die Wildbiene anschließend zur nächsten Blüte, nimmt sie den Pollen mit und bestäubt die Pflanze. So können Samen und Früchte entstehen. Ohne diese Bestäubung gäbe es viele Blumen, Obst- und Gemüsesorten nicht in ihrer heutigen Vielfalt.

Honig entsteht erst später: Honigbienen sammeln den Nektar, tragen ihn in ihren Bienenstock und verarbeiten ihn dort zu Honig. Der süße Saft in der Blüte ist also Nektar – nicht Honig.

Forscheraufgabe für Kinder:

Wenn ihr das nächste Mal einen Spaziergang macht, schaut euch eine blühende Wiese einmal ganz genau an. Welche Insekten könnt ihr entdecken? Beobachtet, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen. Vielleicht entdeckt ihr sogar eine Hummel oder eine Wildbiene bei ihrer wichtigen Arbeit als Bestäuber.

Nehmt euch das Wildbienen-Memory zur Hand! Welche Wildbiene könnt ihr entdecken?

Wildbienen in Gefahr: Warum sind immer seltener werden

Wildbienen finden heute immer weniger geeignete Lebensräume. Zu den wichtigsten Ursachen für den Rückgang gehören:

Fehlende Blühflächen

Viele Wiesen werden häufiger gemäht oder in eintönige Rasenflächen verwandelt. Dadurch fehlen Wildblumen, die Wildbienen als Nahrungsquelle benötigen.

Versiegelte Böden

Straßen, Gebäude und gepflasterte Flächen nehmen immer mehr Platz ein. Dadurch verschwinden offene Bodenstellen, in denen viele Wildbienenarten ihre Nester anlegen.

Pestizide

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kann Wildbienen direkt schädigen und außerdem dafür sorgen, dass weniger Nahrungspflanzen zur Verfügung stehen.

Steingärten ohne heimische Pflanzen

Steingärten wirken zwar pflegeleicht, bieten Wildbienen aber kaum Nahrung. Besonders wichtig sind heimische Pflanzen, denn viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Blüten spezialisiert. Außerdem heizen sich Steine gerade bei extrem warmen Temperturen auf und sorgen auch dafür, dass die Außentemperatur weiter steigt.

Fehlende Nistmöglichkeiten

Immer mehr natürliche Nistplätze verschwinden: Mauerritzen werden verschlossen, alte Strukturen entfernt und Gärten immer stärker aufgeräumt.

Wie können wir Wildbienen helfen?

Wildbienen Hotel

Das Wildbienenhotel ist klein und handlich und passt somit in jeden Garten und auf jeden Balkon und bietet sich zudem an, Kinder sensibel an Wildbienen heranzuführen. *Werbung

Die gute Nachricht: Jeder kann etwas für Wildbienen tun. Schon kleine Veränderungen schaffen wertvolle Lebensräume. So freuen sich einige Wildbienenarten über geeignete Nisthilfen wie ein Wildbienenhotel. Andere Arten bauen ihre Nester dagegen im Boden und benötigen offene, unversiegelte Stellen.

Wie gestalte ich den Garten oder Balkon insekten- und wildbienenfreundlich?

  • heimische Blühpflanzen auf Balkon, Terrasse oder im Garten
  • wilde Ecken, die nicht regelmäßig gemäht werden
  • den Verzicht auf Pestizide
  • offene Bodenstellen für bodennistende Arten
  • geeignete Nisthilfen
  • Wassertänken mit Tränksteinen, um an heißen Tagen Wasserquellen zu finden.

So können sowohl ein Garten als auch ein kleiner Balkon zu einem wichtigen Lebensraum werden. Möglichst einfach umzusetzen – gerade auf dem Balkon – ist die Nisthilfe in Form eines Wildbienenhotels. Das wird aber nur von einem kleinen Teil aller Wildbienenarten genutzt. Doch gerade um Kinder sensibel an das Thema rund um unsere Wildbienen heranzuführen bietet sich das Hedi Hummel Naturkino (*Werbung) an.

Das Hotel ist klein und kann selbst von Kindern aufgestellt. Dadurch lassen sich ganz einfach die Wildbienen beobachten. Gemeinsam mit dem Wildbienen-Guide könnt ihr auch gleich entdecken, welche Wildbienen hier nistet. Das Hedu Hummel Naturkino wurde gemeinsam mit Flowbee entwickelt und lässt sich prima in ein Wildbienen-Projekt integrieren. Übrigens: Das Hotel gibt es mit dem Buch auch als Bundle.

Mit Hedi Hummel die Natur entdecken

Kinder lernen besonders nachhaltig mit Geschichten. Deshalb nimmt Hedi Hummel Kinder mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Wildbienen.

Gemeinsam entdecken sie,

  • wie unterschiedlich Wildbienen aussehen
  • warum jede einzelne Art wichtig ist
  • und wie Kinder selbst Wildbienen helfen können

Die Geschichte verbindet spannende Abenteuer mit leicht verständlichem Sachwissen und macht komplexe Naturthemen für Kinder greifbar.

Meine interaktiven Erlebnis-Lesungen verbinden Vorlesen und Umweltbildung miteinander.

Möchtet ihr das Thema Wildbienen gemeinsam mit Kindern entdecken?

Das Bilderbuch Hedi Hummel und die grauen Gärten bietet einen spielerischen Einstieg. Mit den kostenlosen Ausmalbildern und weiteren Materialien können Kinder die Geschichte anschließend kreativ vertiefen – zu Hause, im Kindergarten oder in der Grundschule.